Die zweite Woche

So, die zweite Woche hier in Christchurch ist fast vorbei, wie siehts also aus? Bitte entschuldigt die Pause, rein technisch ist alles in Ordnung, Internetzugang habe ich jetzt ja auch in der Bücherei und in der Uni. Aber ich will ja hier auch nicht täglich vorm Rechner hängen, das is nämlich auch ganz schön Arbeit, zu schreiben, Fotos zu bearbeiten und hochzuladen ;-). Das wird also wahrscheinlich so im 1-2-Wochen-Rhytmus bleiben, so stay tuned! Ich freue mich jedenfalls immer über eure Kommentare und rege Anteilnahme, vielen Dank! Und so ein klein bisschen Pause ist ja auch nicht schlecht, um die Spannung zu erhöhen und keine Langeweile aufkommen zu lassen 😉

Ich habe mich hier schon ganz gut eingelebt und ein wenig umgeschaut, bisher gefällts mir recht gut. Was ich bisher von Neuseeland gesehen hab ist zwar noch nicht unbedingt rauhe Natur, aber trotzdem interessant und spannend zu erkunden. Christchurch ist ziemlich europäisch, mit einigen Asiatischen aber auch amerikanischen Einschlägen. Das City Center selbst ist beispielsweise streng rechtwinklig angelegt, es gibt einige höhere Bürohäuser. kommt man aber auch nur ein bisschen aus dem kleinen Zentrum heraus, sind die Häuser alle höchstens zwei-, meistens sogar nur einstöckig. Das war mir schon beim Anflug aufgefallen, die Stadt dehnt sich einfach recht weit aus. Es gibt viele Geschäfte, Cafes und Bars.

Die Leute sind alle sehr nett und hilfsbereit, und sehr bunt gemischt. Vom Alter, vom Aussehen, von der Herkunft, von der Kleidung. Es gibt eigentlich kaum extreme Gestalten, aber sehr viel dazwischen. Im Verhältnis sind deutlich weniger Jeans zu sehen, als in Deutschland. Heute sind mir auch ein paar Kiwi-Punks und -Emos begegnet, aber viel unauffälliger als zuhause. Im allgemeinen ist alles viel entspannter und unaufgeregter. Uhren gibts kaum, und interessanterweise läuft wenig öffentliche Musik und auch sehr wenige Menschen laufen mit Ohrhörern umher. Im Bus begrüßt einen der Fahrer persönlich, dafür bedankt man sich bei ihm als Verabschiedung beim Aussteigen.

Die Neuseeländer scheinen einen „guten“ Musikgeschmack zu haben, zumindest deckt er sich in großen Teilen mit dem meinen. Zumindest wenn man nach den Bands in den Kneipen und der Musik im Radio geht. Ich habe mindestens 3 tolle Sender entdeckt, wobei einer mein Favorit ist, The Rock.

Mit dem Englisch habe ich eigentlich auch keine großen Probleme, geschrieben schonmal gar nicht, beim Hören muss ich ab und zu nochmal nachfragen und das Sprechen wird auch erst nach und nach richtig flüssig. Recht lustig ist manchmal der Akzent, das langgezogene E. Es gibt da so eine Radiowerbung für die Eagles Of Death Metal. Sprecht es eher britisch als amerikanisch und dann zieht die Es in die Länge…

Es gibt auch viele touristische Angebote und nach und nach verstehe ich, wie ich die wahrnehmen kann oder wie ich am Besten mehr vom ganzen Land sehen kann.

Hier am Blog habe ich ein wenig gebastelt, es gibt jetzt einen Countdown für meine Rückkehr, die Fotos klappen nun endlich richtig mit Vergrößerung und der Text fließt drumrum, außerdem gefallen mir die Schrifteinstellungen besser. Oder was meinst Du, Robert?

In den nächsten Tagen findet hier einiges statt:

Jeden Sonntag ist Lazy Sunday, das „Festival“, von dem ich schonmal geschrieben habe. Das ist wohl ein kleines Konzert oder was ähnliches, jeden Sonntag im Botanischen Garten. Unglücklicherweise hat es bisher noch nicht stattgefunden, weil es immer (2x) wegen Regen ausgefallen ist. Oder vielmehr wegen Angst vor Regen, denn es hat dann nicht geregnet.

Nächsten Samstag ist außerdem Sounday im Park etwas nördlich davon und am Sonntag dann ein Drachenfest am Strand. Richtig voll wirds wohl ab morgen, wo hier das World Buskers Festival startet, ein großes Straßenkunst-Festival mitten in der Stadt

Das Konzert von AC/DC in Wellington werd ich mir wohl sparen, mit Sprit, 2x Fähre, Unterkunft, Ticket und Zugfahrt zurück wären das so 400 NZ$ geworden. Schade 🙁 Dafür schaue ich mir dann wahrscheinlich Faith No More hier in Christchurch an.

Heute mach ich mir mal nen freien Tag und arbeite nicht in der Uni, sondern sitze hier in der Bücherei am Fenster, beobachte das regnerische Wetter, die Leute und den Verkehr draußen und bringe das Blog auf Vordermann. Achja, gegessen hab ich vorhin am Food-Court in der Mall, danke, Renate 😉

So, das wärs erstmal wieder von mir, jetzt seid ihr dran! Wie macht sich denn das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt? Alle Baustellen fertiggestellt? Wie kommt die E-world voran? 500 Aussteller hab ich grade mal gesehen, das ist ja super, Glückwunsch! Und wie macht sich die Zwischenmieterin? Hat sie schon alle Bowling- und Super Mario Bros.-Rekorde eingestellt? Hoffentlich kommt die Lernerei gut voran, Stefan! 😉

Achso: Nein, fürchterlich viele Schafe hab ich noch nicht gesehen, ein paar auf der Tour durch die Berge und ein paar im Wildpark. Und dieser legendäre Brotaufstrich, Marmite bzw. Vegemite, ist wirklich zum davonlaufen. Einmal in kleiner Dosis probiert und dann nie wieder. Hochkonzentriertes Maggie in halbfester Form.

Also Leute, bis bald!

One Response to “Die zweite Woche”

  1. namentliche Erwähnung! Das nenn ich mal einen Luxus. Ich hoffe der FoodCourt hat nicht enttäuscht 😉
    Nach Marmite wird man erst beim 3. oder 4. Verzehr süchtig, also nicht aufgeben *g*

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