Dubai-Auckland-Christchurch

KfH: Anstrengende Weiterreise, A380 ist toll, neue Serie kennengelernt, Umsteigen in Sydney und Auckland mit verspätung, aber alles klappt.

Der Boardingpass für den Flug nach Down Under

Der Boardingpass für den Flug nach Down Under

Donnerstag morgen, 0600. Der Flieger geht um 1015. Locker genug Zeit, sollte man meinen, aber den ÖPNV kenne ich ja mittlerweile. Schnell geduscht, gepackt, ausgecheckt. Diesmal habe ich die passende Buslinie schon ausbaldowert, sie bringt mich, wie gewünscht, zur Union Station, wo ich in die zuverlässige Metro umsteige. Gewonnen! Halt direkt am Flughafen, Sack auf den Trolley, einchecken ohne große Schwierigkeiten, der Emirates-Mitarbeiter will den Sack direkt bis Christchurch durchchecken. Da habe ich nicht das geringste gegen, aber so ein bisschen skeptisch bin ich schon.

Mjam!

Burger! Cornerstone Of Every Nutricious Breakfast!

Jetzt erstmal: Burger! Cornerstone of every nutricious breakfast! Auf die Sprite verzichte ich. Die restlichen 100 Dirham tausche ich zurück und bekomme sogar noch 20 Dollar dafür. Ein weiterer Security-Check. Der Abflug des A380-800 verzögert sich dann leicht, aber nicht der Rede Wert bei 18,5Stunden Flug. Bei der Menge an Passagieren dauert natürlich auch das Boarding ein bisschen länger. Und dann der Flieger … wow! Schon wieder riesig. Aber diesmal nicht auf arabischem, sondern auf europäischem Mist gewachsen: 3 Klassen, 2 Gänge, Sitze 3-4-3 Ich sitze wieder am Fenster am Flügel, aber ein oder zwei Reihen weiter hinten wäre doch schön gewesen. Der Flügel ist nämlich auch riesig.

Großer Vogel

Großer Vogel

Meine beiden Sitznachbarn sind sehr nett: Eine Französin, die in Sydney aussteigt, 3 Monate bleibt und etwas nervös ist, und eine Kiwi, die zurück nach Auckland fliegt. Es ist noch früh morgens, schlafen kann ich so noch nicht. Außerdem ist das In-Flight-Entertainment  noch eine Stufe besser: Serien, Filme, CDs, Radio-Podcasts sogar auf Abruf und in viel besserer Qualität. Nach einem Film entdecke ich 3 Folgen NCIS, die ich zwar schon kenne, aber nicht auf Englisch. Und dann, ein absoluter Glücksfund: die Abenteuer der HMAS (Her Majestys Australian Ship) Hammersley vor der Nordküste Australiens, eine Serie von 1997 über ein australisches Navy-Schnellbot namens „Sea Patrol“. Sehr gut gemacht, spannend und auch recht realistisch. Kann ich nur empfehlen. Ein bisschen wie Star Trek auf dem Wasser, komplett mit Außenmissionen, Landungen auf einsamen Planeten … äh, Inseln usw.

Essen im Flugzeug

Essen im Flugzeug: Erinnert das irgendjemanden NICHT an Loriot oder Mr. Bean?

Nunja. Zurück in die Luft. Blöderweise ists DOCH kein Nonstop-Flug, sondern einer mit Zwischenlandung in Sydney. Noch blöder ist, dass wir alle aussteigen müssen, zwei weitere Security-Checks über uns ergehen lassen (diesmal finden Sie meine zweite Sonencreme, die ich in Dubai dummerweise in den Rucksack gepackt hatte) und nach knapp einer Stunde wieder einsteigen müssen. Dann noch drei Stunden Flug, die nicht wirklich Möglichkeit zum Schlafen bieten. Dafür mit Brunch, das genauso exzellent schmeckt wie Dinner, Lunch und Breakfast zuvor.

Ankunft in Auckland. Ziemlich kleiner Flughafen für eine Millionenstadt. Die Einreisekontrollen sind rigoros und erstrecken sich diesmal nicht nur auf einen banalen Security-Check mit Röntgen und Metalldetektoren, sondern auch einen kleinen Fragebogen. Es geht aber weniger um terroristische Absichten sondern mehr um … eingeschleppte Biozide. Sicherheitshalber deklariere ich also meine Weihnachtskekse von zuhause. Die lässt der Mann von der Gesundheitsbehörde aber ungesehen passieren. Mehr Sorgen bereitet ihm, ob ich Trekking-Schuhe oder ein Zelt dabei habe. Könnten ja Insekten drin sein. Hab ich aber nicht, also weiter keine Probleme, auch mein Visum wird akzeptiert. Gut, dann jetzt als weiter nach Christchurch, etwa anderthalb Stunden Zeit bis zum Abflug. Sicherheitshalber kontrolliere ich doch nochmal das Gepäckband und … na, wer sagts denn, von wegen durchgecheckt, da dreht ja mein Sack seine Runden. Ab auf den Trolley damit und dann zu den „Domestic Transits“.

Soll heißen: einmal quer über den Flughafen zum domestic terminal. So habe ich wenigstens schonmal Gelegenheit, das sommerliche Wetter Neuseelands zum ersten Mal ein wenig zu genießen. Beim Einchecken dann die Bange Frage: Was ist mit dem übergewicht des Sacks? Die mittlerweile 28 Kilo lassen die Dame aber kaum mit der Wimper zucken, sie befestigt lediglich einen Zettel für die Packer („Heavy! Assisted Lift May Be Required. Bend Your Knees“) und alles ist gut. Alles? Nein, denn mein Flieger hat 2 Stunden Verspätung, statt 16:40 jetzt 18:30. Naja, denke ich, was solls. Ich versuche noch ein Plätzchen für ein kleines Nickerchen aufzutreiben, während die nächste Ansage ihn schon auf 19:30 verlegt. Schlussendlich abgehoben sind wir dann wohl so gegen 20:45. JetStar hat sich allerdings auch mehrfach für die inconvenience entschuldigt und sogar einen 10-Euro-Verzehrgutschein ausgegeben.

Diesmal ists ein relativ kleiner Flieger (Airbus A320, ein Gang, 3 Sitze auf jeder Seite) mit nur 1 Klasse und ganz ohne In-Flight-Entertainment, Essen mit Bezahlung und auch die Besatzung ist etwas legerer. So langsam verstehe ich, wo der Unterschied zwischen einer Airline wie Emirates und einem Billigflieger besteht. Ich hab natürlich wieder Glück, die beiden Plätze neben mir sind leer. Zumindest ein wenig Gemütlichkeit auf dem Kurztrip nach Christchurch. Kaum sind wir gestartet, setzt der Pilot auch schon zur Landung an, mein Schlaf hat wohl nicht länger als eine Stunde gedauert.

Aussteigen, zur Abwechselung mal kein Sicherheitscheck mehr, Sack gegriffen, Toilette besucht, Geld gezogen und ab zum Taxi. Der kennt glücklicherweise den YMCA und setzt mich direkt davor ab. Beim Einchecken wieder keine Probleme. Ich lasse einfach nur alles Fallen: Endlich ein Bett! Es dürfte mittlerweile 23:00 Uhr sein. Endlich weiß ich, wofür ich das ganze Training auf den LAN-Parties hatte.

One Response to “Dubai-Auckland-Christchurch”

  1. [private Nachricht von Dir]
    Hallo Hanno,

    ist ja super, dass das alles mit dem umsteigen geklappt hat. Also ich hätte sicherlich Probleme mich auf den verschiedenen Flughäfen zurecht zu finden.

    Hat sich schon was zur deine neuen Uni ergeben? Wie kommst du den mit deinem Englisch zurecht?

    Liebe Grüße aus dem kalten, frostigen Deutschland

    Silvia

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