Good Morning, Christchurch
KfH: Erste Erkundung, erstaunlich klein, alles doch nicht so fremd.
Samstag morgen. Das Frühstück geht sowieso nur bis 0900, also kann ich es mir leisten, ein bisschen liegen zu bleiben, dann auszupacken, das kleine Zimmer ein wenig unter die Lupe zu nehmen und dann ganz in Ruhe mit Musik und Buch in den Tag hineinzugammeln. Hier Zahlt sich Planung mal wieder aus: Der mitgebrachte Stromadapter passt, da die Steckdose in einer Ecke sitzt aber leider aber nur nach einigen Anpassungen mit dem Leatherman. Zusammen mit der Steckdosen-Leiste kann ich auch meine mitgebrachte Elektronik in Betrieb nehmen.
Irgendwann überwiegt dann doch meine Neugier und nach einer Dusche mache ich mich mit Stadtplan auf zur ersten Erkundungstour. Zu Fuß ists vom YMCA aus nicht weiter als 10 Minuten ins Zentrum. Für über 300.000 Menschen ein ziemlich kleines Zentrum eigentlich. Aber hübsch, alles sehr ordentlich, sauber, teilweise uralte Gebäude wie die Kathedrale von 1881, teilweise moderne Architektur wie bei der neuen Art Gallery. Hier sind wohl momentan Sommerferien, viele Menschen, auch viele Asiaten streifen touristisch durch die Stadt. Und viel zu häufig höre ich auch deutsche Sprachfetzen. Da ist man nun so weit gereist, weiter gehts eigentlich nicht, und dann DAS! 🙂 Und ich dachte, ich sei ein Abenteurer. Aber so viele Backpacker, Herbergen, Souvenierläden, Sightseeing-Angebote und Wechselstuben sprechen eine etwas andere Sprache.
Die meisten Straßen sind im rechten Winkel angelegt, es gibt recht viele Busse, die ich allerdings noch nicht ausprobiert habe und auch eine touristische Tram, die immer im Kreis um einige Blöcke fährt. Außerdem schlängelt sich ein Fluss, der Avon, mitten durch die Stadt. von der Größe her ungefähr vergleichbar mit der Niers, schiffbar also höchstens für einige Kanus und die Punts, die unweigerlich Erinnerungen an Oxford oder Camebridge aufkommen lassen. Nicht umsonst wird Christchurch für die britischste Stadt außerhalb Großbritanniens gehalten. Auf der anderen Seite meiner Herberge liegt der riesige botanische Garten und Park, hier stehen z.B. viele uralte Riesen-Bäume. Einen kurzen Internet-Kontakt gibt es in der Bücherei, den ersten Tag beschließe ich dann nach einer Art Döner am Arts Center, dem alten Campus der Uni. Immer noch etwas erschöpft von der Reise gehe ich früh schlafen. Genauso früh, nämlich um 0300 wache ich dann auch auf, aber das John-Sinclair-Geisterjäger-Hörspiel hilft mir beim Weiterschlafen.
Filed under: Allgemein, Christchurch on Januar 11th, 2010



Leave a Reply