Ich bin wieder hier …

… in meinem Revier …

Sonntag Nachmittag bin ich in Düsseldorf gelandet, mein Cousin Hartwig hat mich abgeholt. Alles lief super, hab sogar schon wieder auf der rechten Straßenseite fahren können.

Der Flug von Sydney war zwar lang, aber durch den Emirates-Komfort gut aushaltbar und es gab keine Schwierigkeiten oder großen verzögerungen.

Mitlerweile hab ich das Jetleg bereits überwunden (ging ziemlich schnell diesmal), ausgepackt und die ersten zwei Trommeln Wäsche gewaschen.

Hab sogar schon ein paar von euch wiedergetroffen oder mit euch telefoniert.

Mit euch anderen werde ich versuchen, möglichst bald „upzucatchen“. Und zwar, nach dem kleinen Familienurlaub und den anschließenden Freizeitbesuchen in Friesland. Bin grade dabei, schon wieder zu packen und fahre dann nachher mit der Bahn an die Ostsee.

Festzustellen ist: In Deutschland isses auch ziemlich schön! Ich freue mich, wieder hier zu sein. Aber die Erlebnisse auf der anderen Seite werd ich so schnell nicht vergessen. Wäre nicht verwunderlich, wenns mich da mal wieder hin verschlägt …

Euch allen alles gute, vielen Dank für eure Unterstützung und noch gute restferien.

Wenn ich wieder da bin, werd ich mal schauen, ob ich’s hinbekomme noch ein paar Fotos aus den letzten Wochen zusammenzustellen. In jedem Fall wirds, wahrscheinlich so im September/Oktober, ne Party in Essen geben.

Cheers,

Hanno

Final Call

So, jetzt steh ich hier in Sydney am free-internet-terminal.

Noch ne halbe Stunde bis zum Boarding, dann gehts auf den Weg nach Haus.

Die fehlenden Berichte und Fotos reich ich nach…

Bis bald, liebe Leute!

Ja nee, is kla!

Aufholen, sicher… von wegen! Tut mir leid, aber jetzt passiert einfach alles viel zu schnell.

Heute fliege ich von Auckland nach Sydney, dort Zwischenstop und dann in ner Woche zurueck nach Deutschland.

Ich freue mich nicht unbedingt darauf, hier abzufliegen, aber ich freu mich auf jeden Fall auf Deutschland und Euch alle wiederzusehen!

Nochmal kurz ein Zwischenbericht was seit dem letzten Mal noch alles passiert ist.

Von Rotorua gings nach Gisborne an die Ostkueste, dann ueber das Ostkap nach Whakatane (sprich Fakatahnie) naechster Tag an der Bay of Plenty entlang auf die Coromandel Peninsula nach Whitiangam dann mit Begleitung den Rest der Coromandel Peninsula ueber Coromandel Town entlang nach Auckland.

Und hier bin ich nun seit letztem Freitag Abend in nem seeehr coolen Hostel, (ich nenn es mal eine Deutsche Botschaft, Durchreisestation fuer viele Ankommer und Abhauer). Samstag fehlgeschlagener Versuch des Autoverkaufs, Sonntag erfolgreicher (wenn auch etwas guenstiger als ertraeumt). Dann 3 Tage hier in Auckland.

Donnerstag zogs mich wieder auf die Strasse und ich bin mit nem Mietwagen bis Paihia noerdlich von Auckland. Nicht viel los da oben momentan, sehr touristisch, und jetzt im Winter ist saure-Gurken-Zeit. Gestern wieder zurueck hier ins Hostel.

Grad hab ich meinen Sack gepackt und mit dem ganzen Mitbringsel-Kram jetzt doch tatsaechlich nur 7 Kilo Uebergepaeck. Aber platzmaessig passt alles. Mal schauen, was die beim Einchecken draus machen …

Der Flug geht heut Abend um 6pm, mal schauen was ich bis dahin noch so treibe.

Euch alles Gute und bis bald dann auf der anderen Seite vom „Ditch“.

Faule Eier

Danach richts hier, wo ich grade bin, in Rotorua. Appetit auf einige der üblichen Neuseeländischen Mahzeiten wie Pie, Ham&Egg Sandwich oder Eggs Benedict zum Frühstück macht das nicht unbedingt.

Nur kurz, damit ihr nen Zwischenstand habt, wo ich grad bin und was ich mache. Es gibt leider viel zu viele Fotos und kleine Geschichten. Ich versuche mal, in den nächsten Tagen noch ein bisschen aufzuholen, aber kann nix Versprechen:

Also, seit dem letzten Eintrag:

Nelson – Motueka – Abel Tasman – Nelson – Picton – Fähre nach Wellington – Wellington (große Stadt! Whaa!) – Masterton – Whanganui – Taupo (2 Tage, Skydive) – Rotorua (2 Tage)

Weiß noch nicht genau, was ich heute mache, aber wahrscheinlich gehts im Groben Richtung Westkap und später dann an der Bay Of Plenty entlang nach Nordwesten: Auckland.

Bis bald!

Nervenkitzel

Auch dies hier ist ’n „alter Hut“, die Fotos vom Sprung habt ihr ja schon vor längerem gesehen. Aber die Geschichte drumherum lohnt sich trotzdem zu erzählen:

Mal wieder übers Studi hab ich mich mit einer anderen Deutschen verabredet, die erst kurz zuvor in Chch gelandet war, um endlich den obligatorischen Trip nach Q-Town zu machen, nach Queenstown, dem Mekka der Adrenalin- und Vergnügungsverückten Kiwis. Hier wurde das Bungeespringen erfunden. Die Touristenschwemme hat ja mittlerweile stark nachgelassen, und noch hat der Run auf die zweite Hauptattraktion, die Skipisten, mangels ausreichenden Mengen an Schnee nicht eingesetzt. Genau die richtige Gelegenheit also, um DEN SPRUNG zu wagen.

Samstag morgens brechen wir auf, Richtung Süden auf dem „State Highway 1“ an der Ostküste entlang, und bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die Umwege Richtung Westen nutzend. Erste Halte gibt es an den Lakes Wanaka und Pukaki, zwei Süßwasserseen die von den Eiszeiten übriggeblieben sind und wegen der Mineralien im Wasser eine türkise Farbe haben. Drumherum gibt’s ein paar Berge: „magnificent“. Es ist einfach unglaublich: Man denkt, man hats dann jetzt gesehen, fährt um einen Hügel oder über einen Bergrücken und die Landschaft ändert sich komplett: Von kargen, flachen Steppen zu weich geschwungenen, grasbewachsenen Hügeln weiter zu rauen Felsformationen. Mitlerweile begleitet uns ein ständiger Nieselregen, der sich nach und nach zu Schnee wandelt. Denn wieder einmal bekommt man einfach nicht mit, wie man höher und höher an den Bergen entlangklettert. Der erste Nervenkitzel, weniger für mich, mehr für meine Beifahrerin die offenbar schonmal schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist dann der Pass, auf dem eine leichte Schneedecke liegengeblieben ist. Der zweite folgt ein wenig später: Es ist bereits dunkel, wir auf einer recht wenig befahrenen Straße und auf dem letzten Stück Richtung Queenstown. Die ganze Fahrt über habe ich die Tankanzeige gut im Auge gehabt und angenommen, es noch bis Queenstown zu schaffen. Aber die zweite Hälfte sinkt sie einfach zu schnell. In Dunkelheit und Regen warten wir am Straßenrand, der Tank noch nicht ganz leer, aber die nächsten Ortschaften recht weit entfernt, ich halte ein paar Wagen an und frage nach Reservekanistern. Niemand hat einen dabei, aber schon die zweite Frau bietet uns sehr hilfsbereit an, für den Fall der Fälle hinter uns her zurück zu fahren, denn im letzten Ort war doch eine Tankstelle, von mir übersehen. Glücklich erreichen wir sie noch. „Good as gold“ winkt die hilfsbereite Dame meine Dankesreden ab. Herrlich!

Etwa eine Stunde später erreichen wir Queenstown, buchen uns in einem Hostel ein und kochen die üblichen Nudeln.

Den Abschluss machen dann ein paar Bierchen im Winnie’s. Eine Ein-Mann-und-eine-Sängerin-Band spielt: Er spielt die nötigen Melodien und Rhytmen mit Mikrofon, Bass und Gitarre in einen Sampler, sie singt dazu. Klingt ziemlich gut, insgesamt. Irgendwann fliegt das Dach von der Hütte, im wahrsten Sinne des Wortes: Stoßlüften funktioniert hier einfach, indem das Dach hydraulisch angehoben wird. Dabei hatte der Kamin grade angefangen zu wirken…

Am nächsten Morgen buche ich über das Hostel den Sprung: 43 Meter von der Kawarau Bridge, dem ersten Bungeesprung überhaupt. Es ist schweinekalt und regnet, deswegen verzichte ich dann doch darauf, wie zuerst geplant, in den Fluss einzutauchen. Die Fotos kosten natürlich nochmal extra. Aber das Erlebnis und die Aussicht sind es wert. Den 120-Meter-Nevis-Sprung hebe ich mir für irgendwann später mal auf. Der hätte zu lange gedauert, und leider muss Miriam am nächsten Morgen schon zurück in Chch sein. Wir hatten beide nicht damit gerechnet, dass die Fahrt so lange dauert und ich habe vergeblich darauf spekuliert, noch nen Tag verlängern zu können. So sehen wir wenig von Queenstwn, denn es geht direkt wieder auf den Rückweg. Aber die Landschaft ist mindestens genauso überragend und abwechselungsreich. Natürlich nehmen wir einen anderen Weg, der führt uns durch Dunedin und erlaubt uns einen Stopp dort. Die Befürchtungen, mehr Schnee könnten für weiteren Nervenkitzel sorgen, bewahrheiten sich nicht. Aber dann mit Reisegeschwindigkeit 100km/h, wieder auf der SH1 Richtung Norden. Plötzlich ist da eine Pfütze, mitten auf der Straße. Also … ne Große! Die Niederschläge der letzten Tage zeigen sich hier. Nur die Abwesenheit eines Straßengrabens verhindert, wegen Aquaplanings in demselben zu landen. Das trägt nicht unbedingt zur Ruhe meiner Beifahrerin bei, aber was hilfts, die Fahrt geht weiter. Andere Autos sind in beide Richtungen unterwegs, also kanns so schlimm nicht sein. Noch ein paar Pfützen sind zu durchqueren, eine davon besonders tief, aber die Karre meistert alles. Schon ziemlich spät kommen wir dann endlich wieder ein Christchurch an.

Seehr cooler Ausflug, aber 1-2 Tage mehr und etwas mehr Ruhe hätten es gerne sein dürfen…

Westport

Das hier ist schon zieemlich lange her, um genau zu sein am 12./13. Juni. Wollt euch aber nicht vorenthalten, versuche langsam aufzuholen mit den Berichten, aber das wird ziemlich schwer, weil ich ja grade momentan hier so viel eues sehe. Aber erstmal:

Bis Ende des Monats will ich noch möglichst viel von der Südinsel sehen, um dann den Juli auf der Nordinsel verbringen zu können, die letzten paar Tage in Auckland, dort das Auto verkaufen und dann mit Zwischenstopp in Sydney wieder zurück nach Deutschland. Es gibt hier jede Menge gute Ausflugsziele. Letztes Wochenende war die Westüste dran, an der ich ja bisher noch gar nicht war. Genauer gesagt: Westport. Von Christchurch aus gesehen liegen die Southern Alps dazwischen. Die ziehen sich im Groben über die gesamte Länge der Westseite der Südinsel. Es gibt ein paar Pässe auf die Andere Seite, zwischen Christchurch und Westport zwei: Den Arthur’s Pass und den Lewis Pass. Der Plan war also, an Hanmer Springs vorbei die Nordroute über den Lewis Pass nach Westport zu nehmen, und am nächsten Tag die Südroute an den Pancake Rocks vorbei durch Greymouth, über den Arthur’s Pass und zurück nach Christchurch.

So weit, so gut. Der erste Teil klappte auch sehr gut. Das Wetter kalt aber sonnig, spätestens ab Hanmer Springs eine traumhafte hügelige Landschaft, so dass ich etwa alle 10 Minuten Pause machen musste, um Fotos zu schießen. Die Aussichten spotten jeder Beschreibung, und auch die Fotos geben nur nen Bruchteil wieder, aber immer noch besser als nichts.

Der nächste Abschnitt, die Alps hoch, über den Lewis Pass und auf der anderen Seite wieder runter begleitete mich dann ein unsteter Regen, passend zum regelrechten Regenwald, durch den sich die Straße windet.

Auf dem letzten Teil bis Westport verläuft die Straße entlang dem Buller River, einem dieser kiesigen braided river. Durch den ganzen Regen der letzten Wochen führte der aber ziemlich viel Wasser. Breite und Geschwindigkeit haben mich an den Rhein erinnert. Wahrscheinlich ist er nicht so tief und natürlich gibt’s auch keine Befestigung/Bebauung und keine Schiffahrt. Durch den Wald und die Berge drumherum gibt’s vielleicht auch Ähnlichkeiten mit dem Amazonas, aber der Vergleich fällt mir schwer, war da ja nie 😉

Bei der Ankunft an der Westküste nachmittags hatte ich dann noch die Gelegenheit, mir eine Seehundkolonie und das Cape Foulwind anzuschauen, bevor die Sonne unterging. Die Küste ist dort ziemlich rau, und der mittlerweile stetige Regen bzw. dessen Wolken verhinderten eine allzu kitschige Sonnenuntergangs-Bilderserie über der Tasmanischen See.

Westport war dann, wie erwartet, keine große Offenbarung. Ein kleiner Küstenort, der hauptsächlich vom Kohlebergbau in der Gegend lebt. Ein abendlicher Spaziergang führt mich denn auch in die einzige Kneipe im Ort, in der eine (mal wieder erstaunlich gute) Coverband „Working In A Coal Mine“ spielt.

Am nächsten Morgen verabschiedet mich die nette Herbergsmutter noch mit dem Hinweis, dass in der Nacht Schnee gefallen sei, aber ich denke nicht weiter drüber nach.

Mein Weg führt mich an der regenwaldigen Küste entlang nach Punakaki, eigentlich nicht mehr als ein Besucherzentrum, nämlich für die Pancake Rocks. Das sind Formationen von Felsschichten verschiedener Härte, die, von Meer und Regen bearbeitet eben das Aussehen von Pfannkuchen-Stapeln angenommen haben. Eine Stunde vor und nach Hochwasser (also glücklicherweise auch während ich da bin) pressen sich die Wellen durch die unterirdischen Labyrinthe und erzeugen so einen „Blowholes“-Effekt.

Weiter zurück nach Christchurch soll es dann eigentlich über den anderen, den Arthur’s Pass gehen.der liegt aber höher als der Lewis Pass auf dem Hinweg, und hier zeigt sich, was die Herbergsmutter gemeint hat: Eine Anzeigetafel weist darauf hin, das „Chains essential“ sind. Nun hab ich leider keine. Und auch der Anruf bei der kostenlosen Straßenzustandsinformation bringt dieselbe Information. Da bleibt mir leider nichts Anderes übrig, als den gleichen wunderschönen Weg zurückzufahren, den ich gekommen bin. Diesmal ein bisschen schneller. Auch wieder im Dunkeln, etwas müde, aber sehr zufrieden, komme ich wieder in Chch an.

Sign Of The Kiwi

Sign Of The Kiwi - Port HillsHier in der Nähe auf den Port Hills im Süden von Chch gibt es eine in der Karte eingezeichnete Sehenswürdigkeit namens „Sign Of The Kiwi“. Ich hab mich schon die ganze Zeit über gefragt, was das nun genau sein soll. Letztes Wochenende sind wir dann mal hingefahren und hams uns angeguckt. Große Enttäuschung: Ein Obelisk mit nem Schild dran: „Sign of the Kiwi“… Kreativ, oder? Von Kiwis weit und breit nix zu sehen, nicht mal ’n Umriss oder so. Die Aussicht von da oben ist sicherlich toll, der Punkt liegt auf nem Pass recht hoch. Dummerweise war nur leider Nebel. Also hab ich einfach dafür gesorgt, dass der Platz  seinen Namen verdient. Albert hat sich freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Ich nehme das außerdem mal zum Anlass, nen ganzen Haufen von Bildern aus seinem Fotoalbum zu veröffentlichen.

Northwards

Hallo Leute!

Nur ne kurze Zwischenmeldung:

Bin ganz im Süden über Invercargill nach Dunedin gefahren, dort ein kurzer Pit Stop, dann bis Christchurch durchgeballert. Am nächsten Tag alles gepackt und imYMCA ausgezogen, mit zwei Leuten auf den Weg nach Norden gemacht. Fahrt über die Scenic Route zur ersten Nacht in Kaikoura, wieder in dem tollen Hostel vom letzten Mal mit Hot Tub.

Gestern über Blenheim weier nach Nelson. Sehr nettes Örtchen hier. Die Fahrt war auch sehr cool weil die Straße direkt an der Küste entlanggeht und die Brandung quasi bis direkt aufs Auto spritzt, auf der anderen Seite sind derweil direkt die Berge. Hat mich stellenweise ein wenig an Gran Canaria erinnert.

Gleich gehts zum Abel Tasman und vermutlich morgen oder übermorgen dann mit der Fähre über die Cook Strait von Picton nach Wellington auf die Nordinsel.

Dane für Euch!
Bis bald,
Hanno

Detour

KfH: Umweg nach Te Anau im Süden, super Kajak-Trip auf dem Milford-Sound, jede Menge Landschaft.

Aus verschiedenen Gründen, hab ich mich entschieden, zunächst noch einen „kleinen“ Umweg zu machen. Statt direkt nach Norden, brach ich am Montag erstmal Richtung Süden auf. Timaru, Oamaru, Dunedin auf dem Weg durchquert, dann in Balclutha nach Westen gewandt kam ich gegen 1800 Uhr im Dunkeln in Te Anau (so wie Keanu Reeves, nur mit T statt K) an. Nach ein kurzen Plausch mit der Rezeptionistin die Entscheidung für den folgenden Tag: Kajaking im Milford Sound.

Dazu war allerdings ein kleines Opfer nötig: Aufstehen um 0645, denn bis Milford Sound sind 129km zurückzulegen. Im Dunkeln und über ne teil-gefrorene Bergstraße. Zum Glück hats nicht geschneit, und sooo kalt ists auch nicht, nicht mal Frost auf dem Auto, so wie die letzten paar Wochen in Christchurch.

Aber die Dunkelheit hat auch ihr Gutes: Sie hilft konzentrieren, indem sie den Ausblick auf die – wie üblich – aaawesome Landschaft versperrt. Hab ich dann auf dem Rückweg festgestellt.

Die letzte halbe Stunde ists hell genug, und ein verrückter Tunnel, der während 4 Jahren durch den Fels gesprengt wurde, erlaubt die Zufahrt zum Milford Sound, eigentlich nicht wirklich ein Ort, sondern mehr eine Ansammlung von Campingplätzen und Lodges.

Mit 4 anderen Kajakern und der Guide paddeln wir auf unseren 3 Kajaks durch die Landschaft. Unglaublich, nicht zu beschreiben. Kommt selbst her und guckt. Die 1.700 Meter hohen, schneebedeckten Berge steigen senkrecht aus dem Wasser, Moose bilden einen Teppich auf den rauen Felsen, der den Wurzeln der Bäume gerade eben so genug Halt gibt. Unter uns nochmal 300 Meter Wasser. Hier und da Wasserfälle, die aus Felsspalten strömen. Das Wetter ist perfekt, strahlender Sonnenschein

Und als ob das noch nicht genug wäre, treffen wir unterwegs noch eine Gruppe Delphine, die ein paar Minuten lang um uns herum und unter uns hindurchschwimmen.

Albert war so beeindruckt, dass er beschloss, bei ihnen zu bleiben. Im einen Moment noch an Bord, im nächsten schon schwimmen mit den Delphinen 🙁 Aber er hat mir die Nummer von einem seiner Zwillingsbrüder dagelassen.

Auf dem Rückweg gab’s dann doch noch Foto-Gelegenheit für die tollen Landschaften auf dem Weg. Schließlich konnte ich nicht so schnell fahren, aus Sorge ohne Sprit auf halber Strecke liegenzubleiben. Völlig unbegründet, natürlich.

Presentation

KfH: Forschungs-Projekt beendet, Hitting The Road Now.

Letzten Mittwoch war das Ende Aller Tage. Naja, zumindest das Ende des Prjekts. Für mich. Bei Jade, der Sponsor-Firma stand eine Präsentation all dessen an, an was wir seit Monaten gearbeitet haben. Die letzten Wochen waren daher natürlich damit angefüllt, dem rohen Code ein bisschen Schliff zu verleiehen, die einzelenen Teile zusammenzufügen und so aufzubereiten, dass ein Unbeleckter auch ne Chance hat, was zu verstehen. Vor etwa 50 Leuten live plus einigen per Internet zugeschalteten hatten wir zwei Stunden Zeit für Präsentationsfolien und drei Durchläufe des Programm-Prototyps.

Und was soll ich sagen: Wir ham’s gerockt! Die ersten Reaktionen waren sehr interessiert und beeindruckt bzw. zufrieden. Für mich war’s das also, ich hab mich am Freitag in der Uni mit nem Haufen Scones (sprich: Skonns) verabschiedet und bin sehr zufrieden mit dem Resultat. Ebenso wie die anderen. (Lassen zumindest die Mails die ich in den letzten Tagen bekommen hab vermuten.) Von meiner Stammkneipe, dem Fat Eddie’s hab ich mich schon letztes Wochenende gebührend verabschiedet.

Der kommende Monat wird mich nun endlich herumreisen sehen. Dafür hab ich den Wagen schließlich gekauft. Von Christchurch aus fahr ich Richtung Norden, mit der Fähre auf die Nordinsel und dann bis nach Auckland. Dort verkauf ich den Wagen und fliege dann am 30. nach Sydney.