Tell your Children!

Reefer Madness

Das Poster für die Inszenierung

Schon vor ewigen Zeiten habe ich einen eher unbekannten Film entdeckt. Um genau zu sein war es während meiner Zeit bei der Marine in Wilhelmshaven. Wir sind fast jede Woche in die Sneak Preview gegangen, und die war immer gut durchmischt, genau wie das von einer Überraschungspremiere zu erwarten ist. Einmal wurde eben dieser absolut verrückte Film namens „Kifferwahn“ gezeigt. Genauer gesagt handelt es sich um die musikfilmische Umsetzung eines Broadway-Musicals, das wiederum einen alten US-amerikanischen „Aufklärungsfilm“ (Tell Your Children) persifliert. Reefer Madness also, so der englische Originaltitel, ist wohl nicht unbedingt jedermanns Sache, ich fand ihn damals so gut, dass ich ihn mir direkt nach Erscheinen auf DVD zugelegt habe. Ich glaube eigentlich sogar kaum, dass der überhaupt in die größeren Kinos gekommen ist, aber das muss ja nichts heißen. Jedenfalls ist er da zu keiner besonderen Bekanntheit gelangt. Einen paar von Euch habe ich den schon mal gezeigt, Matthias war ähnlich begeistert wie ich; aber er verlangt auch wirklich eine gewisse Muße, um sich mit ihm auseinander zusetzen. Zum „zwischendurch Reinziehen“ ist er zu unkonventionell. Nunja, soviel der Vorrede. Nachdem ich den Film also für einen ziemlichen Geheimtipp für mit einer gewissen Passion veranlagte Menschen halte, war ich doch überrascht, hier in der Stadt ein Plakat mit dem Titel zu sehen. Das Universitätsensemble hatte das zugrunde liegende Musical inszeniert! Klar natürlich, dass ich mir das nicht entgehen lassen konnte. Die Uni hat einen richtig tollen Theatersaal und die Inszenierung war auch erste Sahne, komplett mit Band, Gesang und Tanz. Und die Lieder konnte ich ja mitsingen. Es gab nur wenige Unterschiede zum Film, wobei ich mich gefragt habe, ob der Film schon so nah am Original-Musical war, oder eher der Film wieder zurück adaptiert wurde bzw. wieviel von dem Musical 1:1 in den Film gewandert war. In jedem Fall ein guter Abend!

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