Da nie, denn:

KfH: Erfolgreiche Arbeitstreffen, schöne, gemütliche kleine Stadt, Schnäppchen, verpasste und genutzte Chancen, Trips zur weltkleinsten Burg und weltsteilsten Straße.

Blöder Titel, aber mir fiel grad nix Besseres ein, und alberne Wortspiele seid ihr ja eh von mir gewöhnt. So spricht man den Namen der Stadt halt aus. Inhaltlich ist’s aber Quatsch, wie ich im Folgenden versuchen werde Euch nahezubringen. Also gewissermaßen eine antithetisch-essayistische Hypothese. Oder Hypothenuse? Parodontose? Wie auch immer, hier also mein Reisebericht über Dunedin:

Dunedin Town Hall

Das Rathaus von Dunedin BY NIGHT™

St. Paul's Cathedral

St. Paul's Cathedral von vorne

Am Dienstag Mittag bin ich zusammen mit Thomas in seinem Wagen von der Uni aus aufgebrochen, die Fahrt dauerte verhältnismäßig lange, etwa 4 Stunden, hätte ich gar nicht gedacht. Die „Autobahn“ da hin ist aber auch eher eine Landstraße, viel mehr als 100 ist da eh nicht drin. Bereits im Dunkeln kam ich also in meinem Backpackers an, ein ausnehmend gemütliches, freundliches und modernes mitten im Zentrum am sogenannten Octagon (der Blick auf die Straßenkarte erklärt den Namen). Einkauf und ein kurzer Spaziergang ließen schon im Dunkeln eine sehr nette Stadt mit vielen alten Gebäuden (naja … 150 Jahre halt …) erahnen. Ein deutlicher Unterschied zu Christchurch ist die Topographie: Flach ist dort nichts, die ganze Stadt ist auf steilen Hügeln erbaut.

Dunedin StationDunedin

Der Bahnhof

St. Paul's Cathedral

St. Paul's Cathedral von hinten. Der Chor ist erst in den 70ern angebaut worden, davor gabs nur ein Provisorium. Möchte wissen, wie DAS ausgesehen hat...

Der nächste Tag sah dann das erste Treffen mit den „Guys of Otago“ in der dortigen Uni. Eigentlich ist die gesamte nördliche Hälfte des Stadtzentrums der Campus. Ziemlich weitläufig und man kann sich gut verlaufen. Aber auch sehr schön, grün und mit vielen Freiflächen. Das eigentliche Treffen ist dann sehr arbeitsreich und konstruktiv gewesen, obwohl verhältnismäßig wenig konkrete Produte dabei rauskamen, eher Absichtserklärungen. Trotzdem gut, die drei endlich mal kennenzulernen. Ich muss mich auch korrigieren: Tatsächlich ist Peter der Master-Student, der den Tabu-Search-Algorithmus für seine Arbeit einsetzt; ein sehr netter und hilfsbereiter Asiate. Hätte man sich ja denken können, bei dem Namen. Stephen ist sein Betreuer. Der Mittwoch war also voll, Mittag haben wir im Staff Club gegessen.

Am Abend hab ich dann noch ein super Schnäppchen gemacht: Im Backpackers hatte ein Internet-Cafe WLAN installiert, der Zugang kostete 4$ pro Stunde. Ich wollte eigentlich nur meine Mails checken, aber erstaunlicherweise stellte sich die Karte als 30-Tage-Pass heraus. Günstig.

Port Chalmers, Dunedin, Otago, NZ

Zwei Straddle Carrier und eine Containerbrücke im Port Chalmers, Dunedin, Otago, NZ

Am Donnerstag ging’s mit Thomas und Peter auf zum eigentlichen Hafenbesuch. Es war grade ein Schiff im Hafen, und so war auf dem Gelände nicht allzuviel los, aber der Planer war schwer beschäftigt, die Container aus dem Lager möglichst sinnvoll im Schiff zu verteilen, am Computer natürlich. Wir hatten trotzdem ein recht ausführliches Gespräch mit ihm, bei dem er uns an den Problemen und Gedanken teilhaben lies, die man dabei so berücksichtigen muss. Ne ganze Menge! Man denkt sich so: Container sind genormt und alle gleich, man holt die von ’nem LKW und packt sie in ein Schiff und das war’s. Aber so einfach ist die Sache halt nicht. Es gibt alle möglichen Sorten von Containern und auch von Problemen, die auftreten können. Z.B. dass sich dessen Wände schon so nach Außen beulen, dass die Container im Schiff stecken bleiben.Viel Interessantes also, aber keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse und auch zum Glück keine Überraschungen, die alles ad absurdum führten, was ich bisher gemacht habe. Alles in Allem erfolgreich. Am Nachmittag trafen wir uns nochmal mit Michael und Stephen, um die Erkenntnisse zu besprechen und unsere nächsten Schritte zu planen. Thomas fuhr am Abend noch zurück.

Ich allerdings wollte ja noch bis Samstag bleiben und Peter lud mich zum Abendessen mit seiner Freundin ein. Danach brachen wir zusammen mit einem deutschen Freund von ihm ins studentische Nachtleben auf. Allerdings waren wir zuerst zu früh, und dann zu erschöpft um so richtig einzutauchen, und war ich schon um 23:00 wieder im Backpackers. Ein Fehler, wie ich bis etwa 03:00 Uhr feststellen konnte. Draußen ging offenbar noch so Einiges.

Lanarch Castle

Lanarch Castle - eben mehr ein Türmchen

Albert unimpressed

Albert war natürlich auch mit und wagte sich in die Höhle des Löwen

Am Freitag wollte ich zusammen mit einem Brasilianer aus dem Backpackers Lanarch Castle besuchen, Neuseelands einzige Burg. Wahrscheinlich auch die weltkleinste. Eher mehr ein Bürg-chen. Turm. Sie liegt etwas außerhalb von Dunedin am Ansatz zur Otago Peninsula. Ein Schotte hat sie dort für seine Frau errichtet, die sich aber offenbar nicht so recht dafür erwärmen konnte. Der Schotte hatte später noch zwei andere Frauen.Ein Bus brachte uns an den Fuß des Berges, auf dem sie steht. Sowas sieht man auf Karten natürlich eher schlecht. Die 3km bis zur Burg können auch nur in Luftlinie gemessen.

Otago Peninsula and Harbour

Otago Peninsula and Harbour, Blick Richtung Nordosten, ganz links am Rand kommt auf der gegenüberliegenden Seite Port Chalmers, Dunedin liegt etwa im rechten Winkel links von diesem Blick

Etwa eine Stunde später (und ja, der Berg war steil) mussten wir dann 10$ bezahlen, alleine um die Gärten drumherum zu betreten. Der eigentliche Eintritt hätte noch 15$ mehr gekostet, aber die sparten wir uns. Mein Urteil, Alles in Allem: Nett. Auf dem Weg nach unten konnten wir uns dann noch an einem ausgedehnten Regenschauer erfreuen. Und lustigerweise fuhr unseren Bus zurück in die Stadt der gleiche Fahrer wie auf dem Hinweg.

Der Abend sah dann einen weiteren Streifzug durchs Nachtleben von Peter, dem Deutschen Chris, dessen Malayischer Freundin und mir, diesmal von mehr Erfolg gekrönt. Aber recht wenig Studenten, die mussten sich wohl alle vom Vorabend erholen.

Baldwin Street, bottom-up-view

Baldwin Street von unten

Albert and Me on Baldwin Street

Albert and Me on Baldwin Street

Mein Flug zurück nach Christchurch am Samstag ging erst am Abend, so hatte ich noch Zeit genug für einen weiteren augiebigen Spaziergang durch die Stadt, der mich zu einer der vielen (*hüstel*) touristischen Attraktionen führte, diesmal ganz ohne Eintritt: The world’s steepest street (in a residential area). Das obligatorische Beweisfoto durfte natürlich nach Besteigung nicht fehlen.

Bombardier Dash 8Q-300

Bombardier Dash 8Q-300

Für den Rückflug hatte ich ein Shuttle vom Backpackers aus gebucht für 25$, fast die Hälfte des Flugpreises, und die Fahrt dauerte auch fast halb so lang, etwa 25 Minuten, denn der Flughafen liegt ziemlich weit außerhalb. Die Maschine war eine Bombardier Dash 8Q-300 mit Propellerantrieb, 50 Passagierplätze, etwa die Hälfte besetzt von Air New Zealand. Der Service war aber besser als auf dem Jetstar-Airbus-Flug von Auckland nach Christchurch.

Vom Flughafen in Chch gings dann mit dem normalen Stadtbus bis fast direkt zum YMCA.

Alles in Allem ist Dunedin eine sehr schöne und gemütliche kleine Stadt. Wirklich viel zu sehen oder zu machen gibt es jedoch nicht. Trotzdem besser als der Ruf, den ich vorher vernommen hatte! Durchaus einen Besuch wert.

I am (not yet) sailing …

Beim letzten Besuch im Observatorium habe ich auch einige Couchsurfer kennen gelernt. Die Gastgeber hatten den Trip organisiert. Ich hab mich ihnen angeschlossen und bin hinterher mit ihnen ins Dux de Lux gegangen und von dort aus ins Christchurcher Nachtleben weitergezogen. Eine Gastgeberin ist zufällig Seglerin und hatte einige von ihren Leuten dabei, mit denen hab ich mich gut verstanden und wie sich rausstellte fand am nächsten Tag in der Bucht von Lyttelton die letzte Regatta der Saison statt. Die wollte ich mir gerne ansehen und auch mal schauen, ob auf einem der Boote vielleicht noch ein Platz zum Mitsegeln frei sei. Leider wurde die Nacht dann etwas lang und am nächsten Morgen zog ich es doch vor, etwas länger zu schlafen. Erst um 15:00 war ich in Lyttelton, anstatt um 11:30, als es losgehen sollte. Mac und seine Crew hab ich aber getroffen, die waren grade, wie alle anderen, dabei ihr Boot wieder zu trailern. Bei dem Absackerbierchen im Clubhaus haben sie mich dann noch einem Bekannten vorgestellt, James. Ein – so wird erzählt – sehr ehrgeiziger wettergegerbter (Ha, endlich kann ich das Wort auch mal selbst benutzen, anstatt es immer nur zu lesen) Segler. Und unter ihm werde ich jetzt zumindest die nächste Regatta bestreiten. Ach, die Saison ist ja grade zuende. Na, macht nichts, das bedeutet nur zwei Wochen Pause, danach geht es mit der Wintersaison los …

Port visit

KfH: Ich fahre heute nach Dunedin und komme Samstag Abend zurück. Außerdem Jede Menge Gefasel, was ich hier eigentlich so Treibe und warum ich hier bin.

Ich werde heute für den Rest der Woche nach Dunedin (sprich: Dah-nieh-denn) fahren. Warum? Nun, dazu muss ich erstmal kurz erklären was ich hier unten in Neuseeland eigentlich mache. Die Langversion liefere ich baldmäglichst nach. Vielleicht hat der eine oder andere von euch ja auch schon einen Blick in die Projektseminararbeit geworfen, aber vermutlich wird nicht mal das Euch wirklich weitergebracht haben. Wenn der Titel schon mit so philosophisch-exotischen Worten wie „Ontologie“ abschreckt, was soll man da noch vom Inhalt erwarten.

Also:

Ich konnte hier runterkommen, weil ein Professor von mir schon seit Jahren hier an der Uni Besuche macht und auch Vorlesungen hält und gerne eine Kooperation mit der Uni DuE aufbauen wollte. Die ganze Sache hat sich dann eeewig hingezogen, aber letztendlich bin ich hier zu ner sehr günstigen Zeit angekommen, weil grade ein Forschungsprojekt angelaufen war. Dieses Projekt wird von einem Institut an der Uni unterstützt, dass die Aufgabe hat, Kooperationen zwischen den Unis des Landes und der Wirtschaft aufzubauen, dem NZi3. Das Projekt wurde von einer Firma initiiert, und zwar der Jade Company, einer hier in Christchurch ansässigien Softwarefirma, die ein Datenbanksystem produzieren. Ein Produkt, was darauf aufbaut ist das Jade Master Terminal, eine Software zum Verwalten von Häfen im Allgemeinen und Containerhäfen im besonderen. Diese Software wird in verschiedenen Häfen (wohl „auf der ganzen Welt“) eingesetzt, unter Anderem auch im Port Chalmers in Dunedin, Otago auf der Südinsel, nicht allzu weit weg von hier. Offenbar läuft sie dort nicht besonders gut und effektiv und der ganze Hafenbetrieb ist nicht unbedingt reibungslos. Was ich verstehen kann, nachdem ich einen Blick auf JMT werfen konnte. Es schien mir ein sehr großes und mächtiges und umfangreiches System zu sein, im Grunde eine riesige Datenbank mit ziemlich vielen Formularen und Tabellen auf der Benutzerseite, also nicht unbedingt das, was man benutzerfreundlich, übersichtlich oder zugänglich nennen würde.

Das erwähnte angeleierte Projekt dient nun dazu, mit Wissen aus der Forschung der Unis dieses Programm irgendwie zu verbessern und damit natürlich auch die Abläufe im Hafen. Irgendwer hatte dabei wohl das Stichwort „Multiagentensystem“ aufgeschnappt, und sich gefragt, ob man das nicht benutzen kann, wenn es schon so schön klingt. Bisschen naiv? Kaum. Die ganze Sache hat sich offenbar schon etwas länger angebahnt, und so hatte mein Prof mir schon vor nem Jahr empfohlen, als Vorbereitung das Projektseminar zu verwenden und da eben „ein Multiagentensystem für einen Containerhafen“ zu entwickeln. Der Auftrag war so vage, und was üblicherweise der Tod für jedes kommerzielle Projekt ist, gibt einem in der „Forschung“ einige Freiheiten und Möglichkeiten. Ich konnte mich also gut in die Materie einarbeiten, herumexperimentieren, und nebenbei eine mindestens genau so wichtige relevante Materie für mich entdecken, die Ontologien. Mit dem Ergebnis bin ich ziemlich zufrieden (mein Prof offenbar auch, mitlerweile hab ich das Ergebnis: „Sehr gut“). Und das Programm, fas für das Projektseminar entstanden ist, war ein Prototyp von  „einem Multiagentensystem für einen Containerhafen“, ganz wie gewünscht. Protoyp deshalb, weil man mit so wabbeligen Anforderungen von Null an, alleine, Teilzeit, experimentell und ohne echten Einblick in die Wissensdomäne (also: einen laufenden Hafenbetrieb) vereinfachen, annehmen und abstrahieren musste. Es stellte sich allerdings für mich zum Glück heraus, dass hier noch viel weniger in die Richtung passiert war und alle heiß auf mein „ContMAS“ waren.

Es schloss sich ein bisschen juristisches Hickhack an, weil es jede Menge Leute gibt, die Interesse an dem Projekt haben: Mein Prof, weil er eine Kooperation aufbauen und mit dem erworbenen Wissen hinterherher Drittmittel einwerben will, die University Caterbury aus ähnlichem Grund, die Jade Corporation weil sie Geld verdienen will und offenbar mit ihrem alten System nicht so ganz zufrieden ist, das NZi3 weil die ganze Sinnhaftigkeit des Kooperationsinstitutes in Frage gestellt wird und, ach ja, ich auch, weil ich gerne meinen Bachelor machen möchte. Es ging also um so Fragen wie wem das gehört, was ich hier so fabriziere: Der Uni DuE, der UC, Jade, mir? Bis das alles ausgetüftelt war, ging weitere Zeit ins Land, die ich aber dazu genutzt habe ContMAS in die Richtung weiter zu entwickeln, die mir sinnvoll erschien.

Das Projekt ist aber noch etwas größer: Es gibt noch einen PhD-Studenten, Thomas, der hier mit mir im selben „Lab“ sitzt, der seine Doktorarbeit über die Optimierung von Ladeplänen schreibt und dazu einen genetischen Algorithmus einsetzen will. Und auch einen Master-Studenten an der University of Otago in Dunedin, der seine Masterarbeit offenbar über die Optimierung von Kranbewegungen mit einer Tabu-Suche schreiben möchte. Obwohl er da schon länger dran arbeitet als ich, scheint er noch nichts produziert zu haben, was zeigenswert wäre (sagt er selbst). Außerdem sind die beiden Algorithmen jetzt nicht unbedingt neue Ideen und nicht nur mir ist nicht ganz klar, wie man sie mit der Grundidee eines Multiagentensystems in Einklang bringen kann. Aber deshalb heists ja „forschen“ und „wissenschaftlich arbeiten“. Alles in Allem gibt es also: Michael – den Kerl in Dunedin und seine zwei Betreuer (deren Rolle ich noch nicht recht durchschaut habe), Thomas und mich und unseren Betreuer Brent, meinen Prof in Deutschland, den Leiter vom NZi3 – Hamish, den Chief Technology Officer von Jade – Roger und dort noch einen „Projektleiter“ – Dave, von dem ich aber bisher noch das allerwenigste gehört habe. Sounds like fun? Quite!

Vor ein paar Wochen hatten wir eine kleine Webkonferenz, bei der ich mein inziwischen Weiterentwickeltes ContMAS nochmal gezeigt habe, seitdem schicken wir täglich Mails hin und her und diskutieren. Zwei Probleme gibts im Moment:

  1. Wie passen diese 3 recht verschiedenen Teile zusammen?
  2. Wie kann man den Leuten von Jade, die von Multiagentensystemen eigentlich keine Ahnung haben, zeigen, was da überhaupt passiert?

Das zweite Problem ist also eigentlich wieder ne völlig unabhängige Sache, denn da gehts im Grunde nur um irgendwas schickes buntes, was sich irgendwie über den Bildschirm bewegt „oder so“. Jeder hat eine andere Vorstellung davon, was „Visualisierung“ in diesem Zusammenhang bedeutet. Klassischer Fall für Projektmanagement und Requirements Engineering, aber das ist nicht meine Rolle, ich hab genug damit zu tun ContMAS so weiterzuentwickeln, dass ich meine Bachelorarbeit darüber sinnvoll schreiben kann. Kommen wir damit zurück zu Problem Nr. 1, wie passt das alles zusammen, denn davon hängt ja ab, wie ich ContMAS weiterentwickele. Im Grunde genommen wird es wohl der Kern des Systems werden, das Ende Juni den Jade-Managern präsentiert werden soll. Die beiden Optimirungs-Algorithmen müssen da jetzt irgendwie eingepasst werden. Günstigerweise ist mein Teil ja am weitesten Fortgeschritten, also kann ich offenbar die größten Vorgaben machen, was die Sache für mich natürlich erleichtert. Trotzdem wirds noch ein bisschen Arbeit sein, diese drei Komponenten zu einer sinnvollen Gesamtkomposition zusammenzustellen. Aber das ist dann halt das Systems Engineering dabei.

Weil also die Kommunikation bisher weitgehend per E-Mail lief, keiner eigentlich so recht weiß was Micheal bisher fabriziert hat, ich den Hafen nur vom Hörensagen kenne und wir drei uns dringend zusammensetzen müssen, um die Integration unserer Teil-Projekte zu besprechen, fahre ich heute Nachmittag nach Dunedin.

Eigentlich ganz einfach, oder? 🙂

Thomas und ich fahren heute nachmittag mit dem Auto runter, morgen besprechen wir uns dann mit Micheal und seinen Betreuern, übermorgen ist ein Hafenbesuch im Port Chalmers und Thomas fährt wieder zurück. Wenn ich aber schon mal da bin, bleib ich noch Freitag in Dunedin und fliege erst Samstag Abend zurück, gerade rechtzeitig um zum deutschen Stammtisch zu gehen.

Ich wünsche Euch ne schöne Woche und bis bald!

Tell your Children!

Reefer Madness

Das Poster für die Inszenierung

Schon vor ewigen Zeiten habe ich einen eher unbekannten Film entdeckt. Um genau zu sein war es während meiner Zeit bei der Marine in Wilhelmshaven. Wir sind fast jede Woche in die Sneak Preview gegangen, und die war immer gut durchmischt, genau wie das von einer Überraschungspremiere zu erwarten ist. Einmal wurde eben dieser absolut verrückte Film namens „Kifferwahn“ gezeigt. Genauer gesagt handelt es sich um die musikfilmische Umsetzung eines Broadway-Musicals, das wiederum einen alten US-amerikanischen „Aufklärungsfilm“ (Tell Your Children) persifliert. Reefer Madness also, so der englische Originaltitel, ist wohl nicht unbedingt jedermanns Sache, ich fand ihn damals so gut, dass ich ihn mir direkt nach Erscheinen auf DVD zugelegt habe. Ich glaube eigentlich sogar kaum, dass der überhaupt in die größeren Kinos gekommen ist, aber das muss ja nichts heißen. Jedenfalls ist er da zu keiner besonderen Bekanntheit gelangt. Einen paar von Euch habe ich den schon mal gezeigt, Matthias war ähnlich begeistert wie ich; aber er verlangt auch wirklich eine gewisse Muße, um sich mit ihm auseinander zusetzen. Zum „zwischendurch Reinziehen“ ist er zu unkonventionell. Nunja, soviel der Vorrede. Nachdem ich den Film also für einen ziemlichen Geheimtipp für mit einer gewissen Passion veranlagte Menschen halte, war ich doch überrascht, hier in der Stadt ein Plakat mit dem Titel zu sehen. Das Universitätsensemble hatte das zugrunde liegende Musical inszeniert! Klar natürlich, dass ich mir das nicht entgehen lassen konnte. Die Uni hat einen richtig tollen Theatersaal und die Inszenierung war auch erste Sahne, komplett mit Band, Gesang und Tanz. Und die Lieder konnte ich ja mitsingen. Es gab nur wenige Unterschiede zum Film, wobei ich mich gefragt habe, ob der Film schon so nah am Original-Musical war, oder eher der Film wieder zurück adaptiert wurde bzw. wieviel von dem Musical 1:1 in den Film gewandert war. In jedem Fall ein guter Abend!

Townsend Observatory

Die University Of Canterbury, über die ich ja hier bin, war bis vor gar nicht allzu langer Zeit direkt hier in der Stadt, bis sie in wohl in den 70er Jahren oder so den Campus ein wenig nach Außerhalb verlegt hat. Zurückgeblieben ist ein klassischer altehrwürdiger College-Campus, der jetzt als Arts Center von Christchurch umgewidmet ist und direkt gegenüber meiner Unterkunft liegt. Darin sind jede Menge kunsthandwerkliche Werkstätten untergebracht, die zur Besichtigung freigegeben sind, in denen aber auch gearbeitet und verkauft wird. Am Wochenende ist immer ein Kunstmarkt auf dem Platz davor. Ein einziges Gebäude gehört allerdings noch der Uni, und zwar ein Turm mit dem Observatorium und dem originalen Teleskop. Es wird vom Institut für Astronomie betrieben. Während der Winterzeit öffnen jeden Freitag einige Studenten den Turm und man kann etwa zweieinhalb Stunden lang verschiedene Sternenkonstellationen betrachten und bekommt auch noch einiges über sie erzählt.

Verrückte Sache eigentlich. Man ist so an seinen Sternenhimmel zuhause gewöhnt, dass er einem kaum noch recht auffällt. Sternenbilder zu finden ist auch nicht unbedingt mein Glanzfach, aber zumindest den großen Wagen krieg ich eigentlich immer hin. Hier nun ist halt alles anders. Kein Nordstern da, kein großer Wagen. Stattdessen ist verhältnismäßig einfach das Kreuz des Südens zu finden. Dieses Sternenbild ist erstens ziemlich hell und außerdem auch in der Konstellation recht unverwechselbar. Ich hatte es schon an Bord der Augsburg vor Kap Verde gesehen, dort steht es tatsächlich aufrecht. Hier liegt es eher auf der Seite, ist aber dennoch aufrecht auf den Flaggen von Australien und Neuseeland abgebildet.

Da der Eintritt ins Observatorium nichts kostet (Sie bitten um eine Spende) werd ich da wahrscheinlich noch häufiger hochsteigen, die Erklärungen sind immer gut, und mit einer etwas „nerdigen“ Physikstudentin hab ich mich die letzten beiden Male über Obamas Raumfahrtprogramm ausgetauscht. Interessantes Arbeitsgebiet eigentlich, Systems Engineering kommt sowieso aus der Luft- und Raumfahrttechnik und das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt macht spannende Sachen. Mal schauen…

Das literarische Solo

KfH: And now for something completely different…

Normalerweise ein passionierter Leser, war ich die letzten Jahre während des Studiums leider nicht mehr so recht dazu gekommen. Um so mehr hab ich mich gefreut, hier festzustellen dass es ziemlich viele urige Second-Hand-Buchläden gibt. Vor einiger Zeit bin ich also mal in einen rein und habe etwas gestöbert. Mitgenommen habe ich dann erstmal nur zwei Bücher: Apollo 13 und Rainbow 6. Ich werde euch jetzt mal ein bisschen mit meinen „Kritiken“ dazu langweilen:

Apollo 13:

Das Buch, zu dem Jahre später der sehr erfolgreiche Film mit Tom Hanks gedreht wurde. Der Film ist erstklassig, spannend, interessant und mitlerweile wohl als Klassiker zu bezeichnen. Wer ihn nicht gesehen hat (was verwundert, da er ja mindestens ein mal pro Jahr im Fernsehn läuft), dem ist das nur zu raten. Ich wusste nicht mal, dass der auf einem Buch beruht, aber dieses ist von Jim Lovell selbst geschrieben worden. Ach so, für diejenigen, die es nicht wissen: Es geht um die amerikanische Raummission Apollo 13, der dritte Flug der auf dem Mond landen sollte (nachdem bei Apollo 11 Neil Armstrong die berühmten Worte vom „Step“ und „Leap“ geprägt hat). Bei Nr. 13 ist dann einiges schiefgelaufen, von dieser Mission stammt der nicht minder bekannte Satz „Houston, we’ve had a problem here“. Bald nach dem Start sind einige Systeme ausgefallen, die Mission zum Mond musste abgebrochen werden und die Astronauten haben nur mit viel Glück, Einfallsreichtum und Ingenieurskunst überleben können. Spannend ist diese Story allemal, ob als Film oder als Buch. Das Buch ist jedoch in vielen Teilen weitaus detaillierter und geht viel mehr auf Hintergründe ein, die aber genauso interessant sind.Kurzum, ich fands gut und empfehle es als Lektüre!

Rainbow 6

Der amerikanische Autor Tom Clancy ist vielleicht dem einen oder anderen ein Begriff. Er schreibt hauptsächlich Militär- und Regierungsthriller und ist damit ziemlich erfolgreich. In den letzten Jahren sind auch eine Menge Computerspiele unter seinem Namen erschienen. Die habe ich aber genausowenig gespielt wie seine Bücher gelesen. Gute Gelegenheit also, dachte ich, und habe mir den fast 900 Seiten starken Wälzer zu Gemüte geführt. Herrjeh, was für ein Machwerk. Wie sich das Ding so verkaufen konnte ist mir wirklich schleierhaft. Es geht los mit einer abstrusen Story: Ein schwerreicher amerikanischer pharma-Industrieller ist zudem noch fanatischer „tree-hugger“ und von dem Gedanken besessen, die Erde zu retten, indem er sie von ihrer größten Plage befreit, nämlich der Menschheit. Nur ein kleiner, elitärer Haufen soll ein neu entwickeltes Super-Virus überleben. Gleichzeitig wird zufällig eine neue internationale Anti-Terror-Einheit aufgestellt. Als ob es davon noch nicht genug gäbe. Unter dem Deckmäntelchen der Internationalität wird also eine weitere amerikanische Super-Truppe in England aufgebaut, die aus unerfindlichen Gründen die volle Kooperation sämtlicher europäischer Staaten inklusive der Schweiz hat und von diesen auch fleißig zu Hilfe gerufen wird, als nach und nach terroristische Geiselnahmen geschehen und die souveränen Staaten damit nicht alleine zurande kommen sondern TEAM America World Police ähh, Verzeihung, Rainbow Six zu Hife rufen müssen. Stichwort Internationalität: Stationiert sind die Herrschaften in England, und es ist sage und schreibe ein Deutscher und ein Israeli dabei, ansonsten nur Amis und Briten. Der Showdown findet dann bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney statt. Bis zuletzt wird nicht mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, die Verbrecher NICHT nach Cowboymanier bei der ersten sich bietenden Gelegenheit über den Haufen zu schießen. Soviel zur Story und zur Mentalität. Könnte man ja noch verkraften, wenn das Buch denn wenigstens gut geschrieben wäre. Aber Pustekuchen! Von einem Spannungsbogen kann eigentlich kaum die Rede sein, schon sehr früh weiß der Leser über sämtliche Details des militant-ökologischen plans der Menschheitsvernichtung Bescheid, was Clancy aber nicht daran hindert, ihn immer und immer wieder in epischer Breite vor dem Leser auszubreiten und dabei keinen Zweifel an der Verwerflichkeit und Verrücktheit der Beteiligten aufkommen zu lassen. Ökologische Ansichten werden im Allgemeinen eher ins Lächerliche gezogen. Die wenigen Storytwists kündigen sich etwa so offensichtlich und lange vorher an, wie ein „Witz“ bei 7Tage – 7 Köpfe. Aber da dem Leser ohnehin von Anfang an an allen Schauplätzen die Gedanken sämtlicher Figuren ausgebreitet werden , bleibt für sowas ja auch wenig Raum. Fazit: Langatmiger, amerikanisch-militanter Schinken mit alberner Story und zweifelhaften Ideologien. Lesen nicht nötig. Aber ein Gutes hat die ganze Sache: Endlich hab ich mal ein Buch gefunden, was ich ohne zu zögern oder schlechtes Gewissen per Bookcrossing freilassen kann. Tut mir nur für denjenigen leid, der es dann findet und liest …

Asche auf mein Haupt

Uh, das ist ja wirklich schon ewig her, dass ich Euch geschrieben habe 🙁

Das tut mir echt leid! Irgendwie vergeht die Zeit grade recht schnell, und ich merke gar nicht so recht, was ich alles mache und erlebe und erst recht nicht, dass es für euch interessant sein könnte, weil es immer so verhältnismäßig kleine Sachen sind und sich natürlich auch ein ganz normales Alltagsleben einstellt. Aber als ich neulich mal durch meine Fotos geblättert hab, hab ich festgestellt, dass sich schon ne ganze Menge angehäuft hat, was sich zu erzählen lohnt. Also werd ich euch in den nächsten Tagen Stück für Stück wieder auf den letzten Stand bringen. Den Anfang macht erstmal something completely different: A literature review. Im Allgemeinen gehts mir nach wie vor gut, der Herbst hält Einzug, aber den mag ich ja; das Forschungsprojekt, über das ich meine Bachelorarbeit schreibe kommt so langsam ins Rollen (dazu später mehr); in Christchurch finde ich noch so das Eine oder Andere zu tun (auch dazu später mehr) und heute ist ANZAC day, ein Gedenktag zu ehren der Neuseeländischen (und Australischen) Gefallenen der Kriege, vor allem des zweiten Weltkriegs. Es ist der zweithöchste Feiertag in Neuseeland, aber dieses Jahr haben die wirklich Pech, denn er liegt auf Sonntag, genau wie der höchste, der Waitangi Day vor einigen Wochen, der so eine Art Unabhängigkeitstag ist.

Also, ich gelobe Besserung. Bis bald, stay tuned!

Time-travelling without moving

Meine Zeit läuft ab! Und zwar in zweierlei Hinsicht:

1. Ich hab fast 3 Monate, die Hälfte der geplanten Zeit hier hinter mir

2. Deutschland hat auf Sommerzeit gewechselt

Das bedeutet: Es sind nicht mehr 12 Stunden Zeitunterschied, sondern nur noch 11. Zumindest im Moment. Denn nächsten Sonntag wird Neuseeland auch die Zeit wechseln, aber in die andere Richtung, dann sinds also sogar nur noch 10 Stunden. Erstaunlich, oder? Man tut keinen Schritt, ist aber auf einmal 2 Stunden näher an Zuhause… Die richtige Zeit steht übrigens immer hier im Blog rechts an der Seite.

Noch schnell eine gute Nachricht von mir: Ich hab endlich den verflixten Vertrag für mein Stipendium, alles ist unterschrieben! Juhu! Nach 3 Monaten … naja, plus mindestens anderthalb Jahren vorher in Deutschland.

Demnächst erzähle ich euch dann, wofür ich das unverhoffte Geld verschleudert haben werde. (Yeah, Futur II! Zeitreisen werden Grammatik komplizierter gemacht haben.)

Ansonsten gibts eigentlich leider nicht viel zu erzählen. Die letzten Wochen habe ich an meinem Prototyp weiterprogrammiert, den ich für das Projektseminar geschrieben hatte. Mit dem gehe ich jetzt in das Forschungsprojekt vom Stipendium, über das ich dann meine Bachelorarbeit schreibe. Mal schauen, was sich draus entwickelt, im Moment bin ich ganz zufrieden mit meiner bisherigen Arbeit. Und weil mich die ständigen Aufschübe hier irgendwie gebunden haben, werde ich jetzt Reise-technisch noch ein bisschen was aufzuholen zu haben. Man darf gespannt sein.

Euch allen nochmal vielen lieben Dank für Eure Unterstützung von daheim! Es ist immer wieder schön, was von Euch zu hören. Hier ists zwar sicher nicht schlecht, aber nächstes Wochenende mit der Ninive übers Wattenmeer zu segeln, fänd ich auch nicht verkehrt 🙁

Viele Grüße,

Hanno

PS: Übrigens Jenny, das Angebot mit dem Bier nehm ich an! 😉

(Sehr weit) im Osten wenig Neues

KfH: Eigentlich nicht viel los, Bürokratisches Wirrwar, Krankheit, Avatar3D

Hallo Leute,

hier bei mir ist im Moment alles etwas verworren, was die Uni angeht. Immerhin habe ich jetzt endlich meine Projektseminararbeit offiziell abgegeben. Wer Lust hat: Die Arbeit mit dem Titel „ContMAS: Multiagentensystem zur logischen Abbildung eines Containerhafens – Entwicklung der Agentenarchitektur sowie der zugehörigen Ontologie auf Grundlage des JADE-Frameworks“ und das Programm davon (ContMAS) könnt ihr euch hier anschauen:

http://www-stud.uni-due.de/~sehawagn/contmas/page/index.html

Eigentlich ist die Arbeit gar nicht mal so furchtbar technisch, zumindest hat Matthias gemeint, dass er im Großen und Ganzen alles verstehen konnte. Sind allerdings auch ca 60 Seiten mit allem drum und dran, so dass ichs keinem übelnehmen werde, wenn er sich dazu entschließt, sie NICHT zu lesen 🙂 Falls sie jemand liest, freue ich mich natürlich sehr über Kommentare, aber Rechtschreibfehler oder so dürft ihr für Euch behalten, ich hab sie jetzt ja schon abgegeben 😉

Das Programm ist eigentlich nur eine kleine Demonstration, wie es benutzt wird steht in der Arbeit in Kapitel 4.

Naja, davon abgesehen versuche ich grade, mich an der Uni für einen Kurs einzuschreiben, ein 10.000$-Stipendium für das Forschungsprojekt zu bekommen über dass ich dann meine Bachelorarbeit zu schreiben gedenke und mein Visitor’s Permit so zu ändern, dass ich hier auch studieren darf. Irgendwie scheinen das alles Sachen zu sein, die sich jeweils gegenseitig bedingen, also nicht ganz einfach herauszufinden, was man zuerst machen muss. Darüber hinaus kennen auch die Neuseeländer die Bedeutung des Wortes „Bürokratie“ recht gut. Und offenbar hat jeder hier so seine eigene Vorstellung davon, was geht und was nicht und wenn doch, wie und verweist einen immer schön weiter.

Außerdem hab ich mir irgendwie ne kleine Erkältung eingefangen, dazu passt das heutige Wetter: Regen, obwohl es in den letzten Tagen eigentlich immer schön spätsommerlich-sonnig war.

Achja, bevor ich es vergesse: Neulich war ich in Avatar 3D. (für die Technik-Interessierten: keine Shutterbrillen sondern Zirkularpolarisation, RealD)

Wer auch immer den Film noch nicht gesehen hat: Guckt ihn euch an, noch geht es! Ha, und dieses mal zieht das Argument „im Internet“ oder „auf CD“ nicht. Den Kinoeindruck kriegt ihr niemals irgendwo anders! Der Film macht einfach Spaß und ist beeindruckend, „It is an Event, one of those films you feel you must see to keep up with the conversation.

Ich kriege langsam wieder Lust, die eine oder andere Sache, die ich schon seit längerer Zeit schreiben will, endlich zu Papier bzw. Tastatur zu bringen … vielleicht überrasche ich Euch demnächst mal mit nem kleinen Essay übers Fahrradfahren 😉

So, Apart from that nichts neues, eigentlich wollte ich dieses Wochenende nach Queenstown und Bungee-Jumpen, aber das hat sich wohl auch zerschlagen. Muss mir wohl doch selber ein Auto kaufen und die Reisen selbst in die Hand nehmen.

Also: So long, and thanks for all those fish!

Achso, eins noch: Man KANN hier im Blog Kommentare schreiben und dann das Häkchen anklicken, so dass nur ich die sehe, dann muss man nicht auf StudiVZ oder E-Mail „ausweichen“ ;-). Die Mail-Adresse wird nicht angezeigt, und ich muss auch nur den ersten Kommentar freigeben, alle weiteren sind dann immer direkt online.

Lebenszeichen

Moin. Doch schon wieder was her, dass ich hier gepostet hab, tut mir leid.

Ich fühl mich hier drüben pudelwohl. Nachdem das Wetter zuerst ja ziemlich wechselhaft war, ist jetzt seit etwa einer Woche warmer, sonniger Spätsommer, was mir sehr zupass kommt, da es auch nicht ZU heiß ist.

Seit dem letzten Mal hab ich natürlich auch so einiges gemacht:

Der Deutsche Stammtisch war, da hab ich ein paar nette Leute kennengelernt, war auch u.a. mit denen ein paar Mal in der Stadt.

Die Lazy Sundays haben heute ihr Ende gefunden, aber die letzten 4 Mal war ich da, und es war immer super! Warum gibts das in Moers nicht? Krischan sollte sich vielleicht mal drum kümmern, ich find das ne super Sache. Letztes Mal war Hera Hjartardottir da, eine isländisch-neuseeländische Singer-Songwriterin, die abslout unglaubich war, auch in dem Teil, in dem sie Jazz-Sachen interpretiert hat. Heute waren Departure Lounge da, die mich ein bisschen an Jamiroquai erinnert haben, auch super!

Es gab an einem Abend die Classical Sparks, ein klassisches Konzert mit verschiedenen Stücken, dass auf einer riesen Wiese stattfand und sein Ende in einem tollen Feuerwerk fand.

2 Tage lang waren wir auf einer Tour über Hanmer Springs nach Kaikoura, haben dort in nem Backpacker übernachtet und am nächsten Tag dann eine tolle Sea-Seal-Kajak-Tour gemacht. Und die Fahrt war auch wieder sehr schön, landschaftlich.

Hier in Christchurch gabs an zwei Tagen Klettern, einmal in ner Halle und einmal in einem grandiosen Klettergarten im Wald, wo wir nach drei Stunden und 6 Routen am Ende ziemlich geschafft und gefordert rauskamen.

Gestern war ich bei meinem Prof zum BBQ eingeladen, der ist nämlich seit anderthalb Wochen auch wieder hier, weil das Semester angefangen hat. Inkl. der Partys. Die allerdings, zumindest direkt an der Uni, etwas merkwürdig sind, weil sie gegen 1900 anfangen und um 2400 schlagartig zuende sind, weil dann wohl die Alkohol-Ausschank-Lizenz endet. Aber auch mit sehr guten Livebands. Und in der Stadt gehts ja weiter.

Recht viel Zeit habe ich aber leider auch in der Uni am Rechner verbracht, was jedoch auch dazu führt, dass ich mein Projektseminar endlich fertig hab. Insgesamt über 60 Seiten, ich halte es schon fast für ne Bachelorarbeit. Morgen hab ich ein Treffen mit meinem Prof und dem Kerl hier vor Ort, Brent, wo wir dann wohl endlich mal festzurren, wie das mit mir und diesen Forschungsprojekt und meiner Bachelor-Arbeit weitergeht. Drückt mir die Daumen.

Von Euch hör ich allerdings in letzter Zeit nicht so viel, von einigen rühmlichen Ausnahmen mal abgesehen. Also haltet Euch mal ran, wa!

Viele Grüße,

Hanno